22.06. 2016

Salate aus Sonne, Wasser und KVA-Abwärme

22. Juni 2016|

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Seit zwei Monaten zieren sie farbenfroh die Gemüseregale der Migros in der Deutschschweiz: Die Hydrokultur-Salatköpfe aus der Region Zofingen. Im Gewächshaus erblicken sie das Licht der Welt, strecken ihre Wurzeln in wasser- und nährstoffgefüllte Plastikrinnen und reifen Sommers wie Winters zu einem Trio-Sorten-Bouquet heran. Gleich zu 200 Stück pro Quadratmeter und Jahr – achtmal so viel wie auf der gleichen Fläche im Freiland. Selbst der kühle und regnerische Frühling setzt den Salatköpfen nicht zu, denn das Gewächshaus wird mit der Abwärme der ERZO beheizt. Diese neue Anbaumethode spart Boden, Wasser, Dünger, Energie und Pestizide. Fazit: der volle Salatgenuss bei halber Umweltbelastung, kurzer Transportdistanz und hoher Wertschöpfung in der Region.

Bildquelle: https://umwelt-perspektiven.hamster.ch/hydrokultur-salate-mit-positiver-oekobilanz

25.05. 2016

VBSA-Generalversammlung 2016

25. Mai 2016|

Am 18. Mai zog der heimelige Pullman-Express die VBSA-Mitglieder durchs gepflegte Prättigau nach Davos. Der formelle Teil fand am anderen Morgen im Hotel Morosani Schweizerhof statt. T. Bücherer berichtete über Aktuelles in der Arbeitssicherheit. Der deutsche Reporter S. Mattioli hielt zum Schluss ein Referat zum Thema „Die Müll-Mafia“. Darin berichtete er von seinen Recherchen zu den Praktiken der Mafia im Abfallbereich während der letzten 20 Jahre. Ein Stehlunch bei Schneefall rundete den angenehmen Anlass ab.

21.04. 2016

Bundesrat: keine weiteren Massnahmen für Sammlung von Verpackungen notwendig

21. April 2016|

Am 20. April 2016 hat der Bundesrat den Bericht «Grüne Wirtschaft – Massnahmen des Bundes für eine ressourcenschonende, zukunftsfähige Schweiz» verabschiedet. In diesem Bericht wird auf den beachtlichen Erfolg der Sammlung von Kunststoffhohlkörper-Verpackungen durch den Detailhandel verwiesen. So hat beispielsweise die Migros 2‘484 t Plastikflaschen im Jahr 2015 gesammelt.

Im gleichen Bericht (S.47) hält der Bundesrat folgendes fest: „Aufgrund dieses freiwilligen Engagements mit beachtlichem Erfolg sind aus heutiger Sicht des Bundes keine weiteren Massnahmen für Sammlungen von Verpackungen aus dem Siedlungsabfallbereich ab 2016 notwendig.“

Medienmitteilung des Bundesrates (20.04.2016)
Bericht an den Bundesrat: Grüne Wirtschaft

07.04. 2016

Energieproduktion der KVA: Kennzahlen 2015 online

7. April 2016|

Im Auftrag des VBSA und des Bundes erhebt das Büro Rytec jährlich die Ergebnisse der Energieproduktion aller Schweizer KVA. Trotz des – wieder einmal  – sehr milden Winters hat die Wärmeproduktion mit 3’395’096 MWh einen neuen Rekord erreicht.  Im Jahr 2015 konnte gegenüber dem Vorjahr 9.5% mehr Wärme geliefert werden. Diese Wärmeproduktion der KVA ersetzt 285’000 t Heizöl.

Auch die Stromproduktion der KVA hat sich gesteigert und im Jahr 2015  1’715’469 MWh geliefert. Die Schweizer KVA produzieren hiermit zweimal mehr Strom als alle Schweizer Photovoltaikanlagen.

Die aktualisierten Energiezahlen befinden sich auf unserer Seite Energie-Charts

01.03. 2016

Eine gute Neuigkeit für KVA: Abwärme gilt als CO2-neutral!

1. März 2016|

Das Bundesamt für Energie BFE erläutert in seinem Faktenblatt über Abwärme vom 01.02.2016 die Definition dieser Art von Wärme (nach Art.1 Bst. g der Energieverordnung SR730.01) und stellt klar, dass Abwärme keine Primärenergie enthält und daher als CO2-neutral zu betrachten ist. Abwärme ist somit weder eine fossile noch eine erneuerbare Energie, sondern stellt eine eigene Energie-Kategorie dar.

Merkblatt „Abwärme“ des BFE: Faktenblatt_Abwärme_V1-1

23.02. 2016

Zeitliche Entwicklung der Annahmepreise für Siedlungsabfall aus Verbandsgemeinden von 2007 bis 2016

23. Februar 2016|

Annahmepreise2007bis2016

Bandbreite der Annahmepreise aller Schweizerischen KVA für Siedlungsabfall aus Verbandsgemeinden für die Jahre 2007 bis 2016. Tendenziell stabilisieren sich die Preise in den letzten Jahren. Alle Angaben sind in CHF pro Tonne, ohne Mehrwertsteuer, ohne Transportbeitrag und ohne kantonale Abgabe.

(Quelle: Jährliche VBSA-Umfrage aller KVA)

23.02. 2016

Annahmepreise für Siedlungsabfall aus Verbandsgemeinden von 2014 bis 2016, Angaben pro KVA

23. Februar 2016|

Annahmepreise2014bis2016

Siedlungsabfall-Annahmepreise für jede KVA von 2014 bis 2016. Auf der horizontalen Achse ist jede KVA mit einer Nummer aufgeführt. Die Säulen markieren die Werte für 2016. Die Punkte stehen für die Jahre 2015 und 2014. Alle Angaben sind in CHF pro Tonne, ohne Mehrwertsteuer, ohne Transportbeitrag und ohne kantonale Abgabe.

(Quelle: Jährliche VBSA-Umfrage aller KVA)

26.01. 2016

VVEA vs TVA – unser Vergleich mit Kommentar

26. Januar 2016|

Wir haben für die Bereiche Deponien und KVA die Anforderungen der neuen Abfallverordnung VVEA mit denen der bisherigen Verordnung verglichen und kommentiert. Die Vergleichstabellen sind zum Herunterladen unter pdf-Format hier bereitgestellt:

Vergleich TVAVVEA Bereich Deponien
Vergleich TVA – VVEA Bereich KVA

08.12. 2015

Bye bye TVA! Hier kommt die VVEA.

8. Dezember 2015|

Nach 25 Jahren ändert die TVA den Namen: Neu heisst die rechtliche Grundlage der schweizerischen Abfallwirtschaft «Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen» (VVEA). Diese Namenänderung soll die verstärkte Ausrichtung auf die Vermeidung, Verminderung und gezielte Verwertung von Abfällen unterstreichen.

Der Bundesrat hat die revidierte Verordnung am 4.12 gutgeheissen. Sie tritt auf den 1. Januar 2016 in Kraft.

Medienmitteilung des Bundesrates
Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (PDF)
Bericht über die Ergebnisse der Anhörung (PDF)

15.10. 2015

Revision der Luftreinhalteverordnung (LRV) : Reduzierung der Emissionsgrenzwerte für Quecksilber und Einschränkung bei der Entsorgung von bleikontaminierten Holzabfällen.

15. Oktober 2015|

Am 14. Oktober hat der Bundesrat beschlossen, für gewisse Anlagen die Emissionsgrenzwerte für Quecksilber zu senken. Bisher galt für thermische Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) , für Sonderabfallverbrennungsanlagen sowie für ARA-Schlamm-Verbrennungsanlagen ein Emissionsgrenzwert für Quecksilber von 0.1 mg/Nm3. Neu dürfen die Quecksilberemissionen solcher Anlagen den Wert von 0.05 mg/Nm3 nicht überschreiten.

Diese Reduktion des Emissionsgrenzwertes dürfte für die KVA kein besonderes Problem darstellen, da ihre Quecksilber-Emissionswerte heute schon weit unter diesem neuen Grenzwert liegen.

Zusätzlich hat der Bundesrat festgehalten, dass mit Blei belastete Holzabfälle zukünftig nicht mehr in Altholzverbrennungsanlagen entsorgt werden dürfen. Diese belasteten Holzabfälle sollen ausschliesslich in KVA oder in Zementöfen behandelt werden, da diese mit wesentlich effizienteren Anlagen zur Emissionsreduktion ausgerüstet sind. Bei den betroffenen Holzabfällen handelt es sich zum Beispiel um Fensterrahmen, die mit bleihaltiger Farbe gestrichen sind (Bleiweiss).

Amtliche Kommunikation zur Revision der LRV

11.08. 2015

Die Bevölkerung der Schweiz könnte im Jahre 2040 die 10-Millionen-Schwelle erreichen

11. August 2015|

Die Schweizer Bevölkerung steigt seit einigen Jahren stark an. Gemäss dem Szenario des Bundesamtes für Statistik wird sich dieses Bevölkerungswachstum auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Einwohnerzahl, momentan bei 8.3 Millionen, könnte im Jahre 2040 die 10 Millionen überschreiten, was ein Wachstum von 20.5% bedeuten würde.

Man kann davon ausgehen, dass die Menge an brennbaren Abfällen in der gleichen Grössenordnung anwachsen wird. Sie wird sich dementsprechend von heute 3.5 Millionen Tonnen auf 4.2 Millionen Tonnen erhöhen. Die Kapazität der thermischen Verwertung der Abfälle sollte dieser Entwicklung angepasst werden. Die 700‘000 Tonnen zusätzlicher Abfall entsprechen der Kapazität von 4 bis 5 Kehrichtverwertungsanlagen.

Bundesamt für Statistik: Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung

02.07. 2015

Zwei neue Stellungnahmen des VBSA

2. Juli 2015|

Der VBSA hat zu zwei kürzlich veröffentlichten Vernehmlassungen Stellung genommen. Es handelt sich einerseits um eine Änderung des Umweltschutzgesetzes zum Thema Littering und andererseits um die Revision der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA).

Wir unterstützen die Einführung einer Ordnungsbusse im Bundesrecht um Littering zu bestrafen, aber der vorgeschlagene Gesetzestext wurde unserer Meinung nach nicht optimal formuliert.

Die Revision der VeVA sieht vor, einen Grossteil des verschmutzten Aushubmaterials nicht mehr als Sonderabfall zu klassieren, sondern in eine neue Kategorie von Abfällen, nämlich als andere kontrollpflichtige Abfälle mit Begleitschein.

Die neue VeVA sieht auch vor, problematische Holzabfälle, die bisher als andere kontrollpflichtige Abfälle klassiert wurden, in Zukunft als Sonderabfälle zu klassieren.

Wir bergüssen diese zwei Änderungen der VeVA, sowie die anderen vom BAFU vorgeschlagenen Änderungen.

Stellungnahme des VBSA (auf Französisch) zum Parlamentsvorstoss Bourgeois (Littering)
Stellungnahme des VBSA zur Revision der VeVA

06.05. 2015

Energieproduktion: mehr Strom und etwas weniger Wärme

6. Mai 2015|

Im Jahr 2014 haben die 30 Schweizer Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) 3‘072 GWh Wärmeenergie geliefert, das heisst etwas weniger als im Vorjahr, in dem die Wärmelieferungen der KVA einen historischen Rekord von 3‘105 GWh erreicht hatten. Der besonders milde Winter und die damit einhergehende geringere Nachfrage der Fernwärmenetze erklären diesen leichten Rückgang.

Die Stromproduktion der Schweizer KVA stieg im Jahr 2014 weiter an und belief sich am Ende des Jahres auf 1‘702 GWh.

05.05. 2015

In Schweizer KVA verwertete Abfälle: Stabile Menge

5. Mai 2015|

Die 30 Schweizer Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) haben im vergangenen Jahr 3.82 Millionen Tonnen Kehricht entsorgt. Im Vergleich zum Vorjahr (3.79 Mio.t) ist die Abfallmenge beinahe konstant geblieben.

Die Verwertungskapazität der dreissig Anlagen beläuft sich auf 3.89 Millionen Tonnen und wurde somit im Jahr 2014 zu 98.2% ausgelastet. Dieser hohe Auslastungsgrad zeigt, dass momentan in der Schweiz keine Überkapazität bei der thermischen Verwertung besteht.

Die 3.82 Millionen Tonnen, in KVA verwerteten, Abfälle beinhalten Siedlungsabfall, Bauabfälle, Industrie- und Gewerbeabfälle, Klärschlämme sowie importierte Abfälle.

Die importierten Abfälle, insgesamt 0.31 Millionen Tonnen im Jahr 2014, stammen aus grenznahen Gebieten. Diese Importe sind im Rahmen von regionalen, grenzübergreifenden Abkommen geregelt, die auf lange Sicht mit den naheliegenden Gemeinden der Nachbarländer getroffen wurden.

Die Schweizer KVA gehören dem Gemeinwesen. Die Entsorgungstarife werden berechnet, um die Betriebskosten zu decken. Die Anlagen kaufen keine Abfälle, weder im Ausland noch in der Schweiz.

30.11. 2014

Schluss der Anhörung zur TVA-Revision

30. November 2014|

Nach mehreren Jahren Arbeit hat das UVEK die Anhörung zur revidierten Technischen Verordung über Abfälle (TVA)  am 10. Juli eröffnet. Am 30. November 2014 ist die Anhörung zur Verordnungsrevision zu Ende gegangen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind beim BAFU rund 156 Stellungnahmen eingegangen. Unten finden Sie einen Link zur Stellungnahme des VBSA.

TVA-Verordnungsentwurf
Erläuterung zur TVA-Totalrevision
Weitere Informationen des Bundes
Stellungnahme des VBSA

 

25.08. 2014

Bundesrätin Leuthard schliesst Vereinbarung zur CO2-Reduktion mit den KVA-Betreibern ab

25. August 2014|

Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), und die Betreiber von Kehrichtverbrennungsanlagen haben eine Zielvereinbarung zur Reduktion der  CO2-Emissionen aus der Verbrennung der Siedlungsabfälle unterschrieben. Darin verpflichten sich die 30 KVA der Schweiz, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 200‘000 Tonnen zu reduzieren. Dafür werden die KVA vom Emissionshandel dauerhaft ausgenommen.

Die Möglichkeiten zur Verminderung der Emissionen aus der Abfallverwertung sind jedoch begrenzt. Deshalb soll die Reduktion durch eine effizientere Energienutzung und eine verbesserte Rückgewinnung von Metallen erreicht werden. Auf diese Weise will die Branche ihren Beitrag an die Erreichung der Klimaziele der Schweiz leisten.

Zielvereinbarung UVEK-VBSA zur Reduktion von CO2-Emissionen
Energieproduktion der Schweizer KVA
Weitere Informationen des BAFU