Der durchschnittliche Annahmepreis für Siedlungsabfälle aus Verbandsgemeinden ist seit 2009 von 159 auf 134 Franken gesunken. Die Annahmepreise liegen zwischen 70 und 234 Franken pro Tonne, wobei 14 KVA zwischen 121 und 140 CHF/t verrechnen. Die Ursachen der Preisunterschiede hat der Preisüberwacher bislang nicht untersucht.
Fazit des Preisüberwachers zu Annahmepreisen von Siedlungsabfall und KVA-Kapazitäten 2026
Fazit des Preisüberwachers zu Annahmepreisen von Siedlungsabfall und KVA-Kapazitäten 2026
Der Preisüberwacher stellt in seiner aktuellen Untersuchung insgesamt gesunkene Annahmepreise für Siedlungsabfällen, aber grosse Preisunterschiede zwischen den KVA fest. Zugleich warnt er, dass geplante Kapazitätserhöhungen langfristig zu Überkapazitäten und höheren Entsorgungskosten führen könnten. Er kündigt weitere Abklärungen zu den Preisen an.
Die Untersuchung bestätigt jedoch auch: Die Schweizer Kehrichtverwertungsanlagen sind voll ausgelastet. 2025 behandelten sie 4,092 Millionen Tonnen Abfälle – rund 171’000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig gingen die Importe zurück. Der Anstieg ist somit auf eine grössere inländische Abfallmenge zurückzuführen. Neben Siedlungsabfällen müssen die KVA auch die nicht rezyklierbare Abfälle aus Industrie und Gewerbe verwerten.
Die geplante Erhöhung der nominellen Kapazitäten um rund sechs Prozent ist vor diesem Hintergrund zu beurteilen. Für den VBSA steht die Entsorgungssicherheit im Zentrum. Abfallvermeidung und Recycling bleiben wichtig, aber die Kapazitätsplanung muss sich an belastbaren Mengenprognosen orientieren – nicht an der Erwartung, dass politische Reduktionsziele automatisch zu weniger Abfall führen. Die hohe Auslastung und die jüngste Mengenentwicklung sprechen für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der KVA-Kapazitäten.
Die Untersuchung der Preisüberwachers wurde in der Newsletter des Preisüberwachers vom 8. Oktober 2026 publiziert. Sie ist per Klick auf den Verweis auf der rechten Seite einsehbar.